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Barbara Kortmann

Allgemeine Geschäfts­bedingungen

Behandlungs­bedingungen für psychotherapeutische Behandlungen

Barbara Kortmann, Dipl. Mus. Heilpraktikerin für Psychotherapie Praxis für Integrative Psychotherapie Winterfeldtstraße 60 10781 Berlin Telefon: 030 339 18 196 E-Mail: info@praxis-barbarakortmann.de Stand: August 2026

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die Vertragsbeziehung zwischen Barbara Kortmann, Dipl. Mus., Heilpraktikerin für Psychotherapie, nachfolgend „Behandlerin“ genannt, und ihren Patientinnen und Patienten im Rahmen psychotherapeutischer Behandlungen. (2) Die psychotherapeutischen Behandlungen erfolgen auf Grundlage der am 20. April 2026 durch das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin erteilten Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie. (3) Individuelle Vereinbarungen zwischen der Behandlerin und der Patientin oder dem Patienten haben Vorrang vor diesen AGB.

§ 2 Terminvereinbarung und Vertragsschluss

(1) Über das Kontaktformular der Praxiswebsite können Patientinnen und Patienten eine unverbindliche Terminanfrage stellen. Das Absenden des Kontaktformulars stellt noch keine verbindliche Terminbuchung dar. (2) Die Behandlerin antwortet auf die Terminanfrage und bestätigt entweder den angefragten Termin oder schlägt einen anderen Termin vor. (3) Der Termin wird verbindlich vereinbart, sobald die Patientin oder der Patient den von der Behandlerin bestätigten oder vorgeschlagenen Termin annimmt. (4) Termine können außerdem per E-Mail, telefonisch oder über die Online-Terminplattform Doctolib vereinbart werden. Bei Terminvereinbarungen über Doctolib gelten ergänzend die dortigen Nutzungs- und Buchungsbedingungen. (5) Die Behandlerin behält sich vor, die Aufnahme oder Fortführung einer Behandlung aus fachlichen oder therapeutischen Gründen abzulehnen, insbesondere wenn eine Behandlung außerhalb ihres Kompetenz- oder Tätigkeitsbereichs liegt oder eine andere fachliche Versorgung angezeigt ist.

Keine Notfall- und Krisenversorgung

Die Praxis ist keine Einrichtung der Notfall- oder Akutversorgung und nicht für Kriseninterventionen außerhalb vereinbarter Termine zuständig. Bei akuten psychischen Krisen, Suizidgedanken, Selbst- oder Fremdgefährdung oder sonstigen medizinischen Notfällen ist unverzüglich externe Hilfe in Anspruch zu nehmen:
  • Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117
  • Notruf: 112 (bei akuter Gefahr für Leib oder Leben)
  • Berliner Krisendienst: 24 Stunden erreichbar über die regional zuständigen Nummern
Diese Stellen sind vorrangig zu kontaktieren. Die Praxis ist in Notfall- und Krisensituationen nicht erreichbar.

§ 3 Gegenstand der psychotherapeutischen Behandlung

(1) Gegenstand des Behandlungsvertrages ist die fachgerechte Erbringung der vereinbarten psychotherapeutischen Behandlung. Ein bestimmter Behandlungserfolg wird nicht geschuldet und kann nicht garantiert werden. (2) Die Patientin oder der Patient wird entsprechend den gesetzlichen Anforderungen über die Behandlung und die für die Entscheidung wesentlichen Umstände aufgeklärt. (3) Die Wahl und Durchführung therapeutischer Maßnahmen erfolgen unter Berücksichtigung der individuellen Situation sowie nach entsprechender Aufklärung und Einwilligung der Patientin oder des Patienten. (4) Ergibt sich während der Behandlung, dass eine ärztliche, psychiatrische oder anderweitige fachliche Untersuchung oder Behandlung erforderlich oder sinnvoll ist, kann die Behandlerin eine entsprechende Abklärung oder Weiterbehandlung empfehlen. (5) Die Tätigkeit der Behandlerin ersetzt keine erforderliche ärztliche Untersuchung oder Behandlung. Arzneimittel werden nicht verordnet.

§ 4 Honorar und Kostenerstattung

(1) Die Höhe des Honorars wird der Patientin oder dem Patienten vor der Behandlung bzw. bei der Terminvereinbarung mitgeteilt. (2) Soweit nichts anderes vereinbart wurde, ist das Honorar nach Durchführung der jeweiligen Sitzung fällig. (3) Bei Rechnungsstellung ist der Rechnungsbetrag innerhalb der auf der Rechnung angegebenen Zahlungsfrist zu entrichten. (4) Die Patientin oder der Patient ist unabhängig von einer möglichen Erstattung durch eine private Krankenversicherung, Beihilfestelle oder einen sonstigen Kostenträger zur Zahlung des vereinbarten Honorars verpflichtet. (5) Die Patientin oder der Patient ist selbst dafür verantwortlich, vor Beginn der Behandlung zu klären, ob und in welchem Umfang eine Erstattung durch einen Kostenträger erfolgt.

§ 5 Terminabsagen und Ausfallhonorar

(1) Vereinbarte Behandlungstermine werden ausschließlich für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten reserviert. (2) Ein vereinbarter Termin kann bis spätestens 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin kostenfrei abgesagt oder verschoben werden. Die Absage kann telefonisch, per E-Mail oder – soweit diese Möglichkeit zur Verfügung steht – über Doctolib erfolgen. (3) Wird ein Termin weniger als 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin abgesagt oder erscheint die Patientin bzw. der Patient ohne rechtzeitige Absage nicht, kann ein Ausfallhonorar entstehen, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür vorliegen. Dies setzt insbesondere voraus, dass der Termin ausschließlich für die Patientin oder den Patienten reserviert war und die frei gewordene Behandlungszeit nicht anderweitig vergeben oder genutzt werden konnte. (4) Bei der Berechnung eines etwaigen Ausfallhonorars werden ersparte Aufwendungen sowie Einnahmen berücksichtigt, die durch eine anderweitige Verwendung der frei gewordenen Behandlungszeit erzielt wurden oder hätten erzielt werden können. (5) Der Patientin oder dem Patienten bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Vergütungsausfall entstanden ist. (6) Kann der freigewordene Termin anderweitig vergeben werden, wird kein Ausfallhonorar erhoben. (7) Muss die Behandlerin einen Termin absagen, entstehen der Patientin oder dem Patienten für den ausgefallenen Termin keine Kosten. Bereits geleistete Zahlungen werden erstattet oder auf Wunsch auf einen Ersatztermin angerechnet. (8) Bei verspätetem Erscheinen besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Verlängerung der vereinbarten Sitzungszeit. Die Sitzung endet grundsätzlich zum ursprünglich vereinbarten Zeitpunkt.

§ 6 Vertraulichkeit und Datenschutz

(1) Informationen aus der psychotherapeutischen Behandlung sowie persönliche Verhältnisse der Patientinnen und Patienten werden vertraulich behandelt. (2) Eine Weitergabe personenbezogener Informationen an Dritte erfolgt grundsätzlich nur mit entsprechender Einwilligung der Patientin oder des Patienten oder wenn hierfür eine gesetzliche Verpflichtung oder Berechtigung besteht. (3) Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt nach den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Weitere Informationen enthält die Datenschutzerklärung der Praxis.

§ 7 Behandlungs­dokumentation

(1) Über die psychotherapeutische Behandlung wird entsprechend den gesetzlichen Anforderungen eine Behandlungsakte geführt. (2) In der Behandlungsakte werden die aus fachlicher Sicht für die gegenwärtige und zukünftige Behandlung wesentlichen Maßnahmen und deren Ergebnisse dokumentiert. (3) Die Behandlungsakte wird entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen aufbewahrt. (4) Die gesetzlichen Rechte der Patientin oder des Patienten auf Einsicht in die Behandlungsakte bleiben unberührt.

§ 8 Mitwirkung der Patientin oder des Patienten

(1) Für eine fachgerechte psychotherapeutische Behandlung erforderliche Informationen sollen wahrheitsgemäß und vollständig mitgeteilt werden. (2) Dies betrifft insbesondere für die Behandlung relevante Beschwerden, bestehende Erkrankungen, laufende medizinische oder psychotherapeutische Behandlungen sowie eingenommene Medikamente. (3) Wesentliche Veränderungen des Gesundheitszustandes während der Behandlung sollen der Behandlerin mitgeteilt werden.

§ 9 Beendigung der Behandlung

(1) Die Patientin oder der Patient kann die psychotherapeutische Behandlung grundsätzlich jederzeit beenden. (2) Die Behandlerin kann die Behandlung aus sachlichen oder fachlichen Gründen beenden, insbesondere wenn eine fachgerechte Behandlung nicht möglich ist, das notwendige Vertrauensverhältnis dauerhaft nicht mehr besteht oder eine andere fachliche Behandlung erforderlich erscheint. (3) Bereits erbrachte Leistungen sind entsprechend der vereinbarten Vergütung zu bezahlen.

§ 10 Online-Behandlungen

(1) Soweit psychotherapeutische Sitzungen online angeboten und vereinbart werden, gelten diese AGB entsprechend. (2) Die Patientin oder der Patient ist dafür verantwortlich, auf ihrer bzw. seiner Seite die erforderlichen technischen Voraussetzungen sowie eine für das vertrauliche Gespräch geeignete Umgebung sicherzustellen. (3) Bei technischen Störungen bemühen sich beide Seiten zunächst um die Wiederherstellung der Verbindung. Ist eine Durchführung der Sitzung nicht möglich, wird nach Möglichkeit ein Ersatztermin oder eine andere angemessene Lösung vereinbart.

§ 11 Verbraucher­streitbeilegung

Soweit die gesetzliche Informationspflicht nach § 36 VSBG Anwendung findet: Die Behandlerin ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

§ 12 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Beachtung zwingender verbraucherschützender Vorschriften. (2) Es gilt der gesetzliche Gerichtsstand. (3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon grundsätzlich unberührt.